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Bites of Inequality – Anette Fasang

Geht der Generationenvertrag beim Vermögen gerade verloren? Ein transatlantischer Vergleich zeigt, wie sich Vermögensaufbau und Ungleichheit für Babyboomer, Gen X und Millennials verschoben haben. Und warum das politische Sprengkraft hat.

Michèle
Loetzner
5 min lesen
15 January 2026

Sind postmillenniale Generationen die ersten, denen es im mittleren Lebensalter schlechter geht als ihren Eltern? Diese Präsentation vergleicht Trends der Vermögensbildung und der Vermögensungleichheit im mittleren Lebensalter über Generationen hinweg in den Vereinigten Staaten und Deutschland auf Grundlage des US Survey of Consumer Finances (SCF 1989–2022) sowie der deutschen Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS 1993, 2008 und 2023). Das Vermögen im mittleren Lebensalter wird für die Geburtskohorten 1954–63 (Babyboomer), 1969–78 (Generation X) und 1984–93 (Millennials) verglichen. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass in den Vereinigten Staaten die zunehmende Vermögensungleichheit den zentralen generationellen Trend darstellt. In Deutschland hingegen ist der maßgebliche generationelle Trend ein Rückgang des Nettohaushaltsvermögens im mittleren Lebensalter über die gesamte Vermögensverteilung hinweg. Der Vortrag untersucht die normativen Implikationen dieser generationellen Trends der Vermögensbildung sowie den prägenden Einfluss nationaler ökonomischer und politischer Rahmenbedingungen.

Mehr über Anette Fasang hier.

Über die Reihe:
Bites of Inequality ist eine Mittags-Talkreihe am Institut für Soziologie der LMU in Kooperation mit dem ISI, die Wissenschaft und Öffentlichkeit in einem offenen Format zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungen zu sozialer Ungleichheit, vorgestellt und diskutiert in zugänglicher Form.

Die Talks finden dienstags von 12:15 bis 13:45 Uhr in der Konradstraße 6, Raum 208, statt.
Die Reihe ist im LSF unter Comparative Stratification Research (Veranstaltungsnummer 15261) verzeichnet.

Eine Teilnahme an Bites of Inequality ist zwar auch per Zoom möglich, sie ist jedoch jenen vorbehalten, die wirklich nicht vor Ort sein können. Der Geist der Veranstaltung lebt vom persönlichen Austausch und der unmittelbaren Begegnung – umso mehr freuen wir uns, wenn Sie diesen gemeinsam mit uns vor Ort erleben.