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Bites of Inequality – Christopher Swader

Ist Einsamkeit zu einem Markt geworden? Über die Verwirtschaftlichung von sozialer Entfremdung und dessen Folgen für soziale Ungleichheit.

Paula Noelle
Oehmig
5 min lesen
23 April 2026

Christopher Swader erweitert in diesem Vortrag die Ideen von Karl Polanyi zur Verwebung von Wirtschaft und Gesellschaft, um zu argumentieren, dass die temporäre Linderung von Einsamkeit bereits eine zentrale Funktion der "interaktiven Dienstleistungen” innerhalb des breiteren Konsumsektors ist, welcher die postindustrielle Volkswirtschaft mittlerweile dominiert.

Anschließend werden die Folgen dieser „Einsamkeitsökonomie“ für die soziale Ungleichheit erörtert und zwei empirische Projekte vorgestellt, die darauf abzielen, Belege für diese Behauptungen zu erheben. Diese Projekte stellen die jüngsten Forderungen in Frage, die Einsamkeits-Epidemie durch gewinnorientierte Unternehmensinitiativen zu lösen.

Mehr über den Sprecher auf Bluesky, LinkedIn, Facebook und seiner Website.

Über die Reihe:
Bites of Inequality ist eine Mittags-Talkreihe des Instituts für Soziologie der LMU in Kooperation mit dem ISI, die Wissenschaft und Öffentlichkeit in einem offenen Format zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungen zu sozialer Ungleichheit, vorgestellt und diskutiert in zugänglicher Form.

Die Talks finden dienstags von 12:15 bis 13:45 Uhr in den neuen Räumen des ISI, Ohmstraße 8, statt.
Die Reihe ist im LSF unter Comparative Stratification Research (Veranstaltungsnummer 15222) verzeichnet.

Eine Teilnahme an Bites of Inequality ist zwar auch per Zoom möglich, sie ist jedoch jenen vorbehalten, die wirklich nicht vor Ort sein können. Der Geist der Veranstaltung lebt vom persönlichen Austausch und der unmittelbaren Begegnung – umso mehr freuen wir uns, wenn Sie diesen gemeinsam mit uns vor Ort erleben.