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Bites of Inequality – Isabel Feichtner

Während der Weltraum zunehmend zum Schauplatz kommerzieller und kolonialer Interessen wird, gerät auch das internationale Weltraumrecht in Bewegung. Der Vortrag zeichnet diese Entwicklungen nach und fragt danach, wie sich das Verständnis von Weltraum und Himmelskörpern als Gemeingut und als gemeinsames Erbe der Menschheit verändert.

Michèle
Loetzner
5 min lesen
19 January 2026

Der Vortrag widmet sich aktuellen Entwicklungen im internationalen Weltraumrecht und deren Auslegung vor dem Hintergrund einer zunehmend kommerziellen und kolonialen Nutzung des Weltraums. Ausgehend von der Frage, wie private Akteure, Staaten und internationale Organisationen den Zugang zu und die Nutzung von Ressourcen im All neu verhandeln, beleuchtet er die rechtlichen und politischen Verschiebungen, die damit einhergehen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Wandel im Verständnis des Weltraums und der Himmelskörper, die lange als Gemeingut galten und die der Mondvertrag als gemeinsames Erbe der Menschheit bezeichnet. Der Vortrag zeigt, wie diese Konzepte unter dem Druck wirtschaftlicher Interessen, technologischer Innovationen und geopolitischer Konkurrenz neu interpretiert werden und welche Folgen dies für globale Gerechtigkeit, Verantwortung und Teilhabe jenseits der Erde haben könnte.

Mehr über Isabel Feichtner auf ihrer Webseite und Bluesky.

Über die Reihe:
Bites of Inequality ist eine Mittags-Talkreihe am Institut für Soziologie der LMU in Kooperation mit dem ISI, die Wissenschaft und Öffentlichkeit in einem offenen Format zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungen zu sozialer Ungleichheit, vorgestellt und diskutiert in zugänglicher Form.

Die Talks finden dienstags von 12:15 bis 13:45 Uhr in der Konradstraße 6, Raum 208, statt.
Die Reihe ist im LSF unter Comparative Stratification Research (Veranstaltungsnummer 15261) verzeichnet.

Eine Teilnahme an Bites of Inequality ist zwar auch per Zoom möglich, sie ist jedoch jenen vorbehalten, die wirklich nicht vor Ort sein können. Der Geist der Veranstaltung lebt vom persönlichen Austausch und der unmittelbaren Begegnung – umso mehr freuen wir uns, wenn Sie diesen gemeinsam mit uns vor Ort erleben.