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Bites of Inequality – Silke van Dyk

Der Begriff des sozialen Eigentums befasst sich mit Asymmetrien in Entscheidungsmacht und Kontrolle. Wie soziale Rechte aus dieser Perspektive neu gedacht werden können, wird in diesem Beitrag behandelt.

Paula Noelle
Oehmig
5 min lesen
14 April 2026

Silke van Dyk von der Universität Jena beleuchtet in diesem Vortrag soziale Rechte aus der Perspektive des sozialen Eigentums – einem Konzept, das im französischen Solidarismus verwurzelt ist. Dies ermöglicht es nicht nur, über öffentliche Alternativen zum Privateigentum nachzudenken und den Abbau sozialer Rechte als Enteignung zu theoretisieren, sondern auch, weiter die Demokratisierung sozialer Rechte zu reflektieren. Entscheidend ist, dass der Begriff des sozialen Eigentums über den ungleichen Zugang zu materiellen Ressourcen hinausgeht und sich mit Asymmetrien in Entscheidungsmacht und Kontrolle auseinandersetzt. Dadurch eröffnet sich eine Perspektive, die einen Raum zur kollektiven Gestaltung und Regelung von sozialen Rechten schafft.

Mehr über die Sprecherin auf ihrer Webseite.

Über die Reihe:
Bites of Inequality ist eine Mittags-Talkreihe des Instituts für Soziologie der LMU in Kooperation mit dem ISI, die Wissenschaft und Öffentlichkeit in einem offenen Format zusammenbringt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Forschungen zu sozialer Ungleichheit, vorgestellt und diskutiert in zugänglicher Form.

Die Talks finden dienstags von 12:15 bis 13:45 Uhr in den neuen Räumen des ISI, Ohmstraße 8, statt.
Die Reihe ist im LSF unter Comparative Stratification Research (Veranstaltungsnummer 15222) verzeichnet.

Eine Teilnahme an Bites of Inequality ist zwar auch per Zoom möglich, sie ist jedoch jenen vorbehalten, die wirklich nicht vor Ort sein können. Der Geist der Veranstaltung lebt vom persönlichen Austausch und der unmittelbaren Begegnung – umso mehr freuen wir uns, wenn Sie diesen gemeinsam mit uns vor Ort erleben.